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Impfungen |
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Viele längst überwunden geglaubte Infektionskrankheiten sind wieder auf dem Vormarsch. Zum einen sicherlich begünstigt durch zahlreiche Importe von erkrankten, ungeimpften Hunden aus dem Osten Europas und zum anderen durch die nachlassende Wirksamkeit einzelner Impfstoffe.
Beachten Sie bitte: Bei vielen Impfungen (SHLP) wird eine Grundimmunisierung geimpft und zum vollständigen Schutz nachgeimpft.
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Sollten Sie die Frist zwischen Grundimmunisierung und Nachimpfung nicht einhalten, hat ihr Hund keinen Impfschutz. Die Grundimmunisierung muss erst neu erfolgen und dann erfolgt zur vollständigen Immunisierung die fristgerechte Nachimpfung.
S H L P - Impfung = Impfung gegen Staupe, infekt. Leberentzündung, Leptospirose und Parvovirose.
Den sichersten Schutz bieten Einzelimpfungen, obwohl Kombinationsimpfungen bequemer sind. Durch den relativ hohen Infektionsdruck bei Staupe und Parvovirose wird folgendes Impfschema empfohlen:
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mit der 6. bis 8. Lebenswoche eine Impfung gegen Staupe und Parvovirose |
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nach 4 Wochen eine Wiederholungsimpfung gegen Staupe, Parvovirose und ansteckende Leberentzündung |
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nach weiteren 4 Wochen eine dritte Impfung, die dann alles einschließt: Staupe, Hepatitis, Leptospirose, Parvovirose und Virushusten und Tollwut |
Trotz sorgfältigster Impfung gibt es immer einige Hunde, die keinen Impfschutz entwickeln.
Eine jährliche kombinierte Nachimpfung wird von den meisten Tierärzten empfohlen.
Es gibt mittlerweile Untersuchungen in Amerika, die die jährliche Wiederholungsimpfung in Frage stellen und eine Gesundheitsbelastung durch zuviele Impfungen vermuten. Wahrscheinlich haben viele erwachsene Hunde genügend Impftiter um gegen SHLP Erkrankungen geschützt zu sein. Zur Zeit wird dies vom Paul Ehrlicher Institut bezügl. Staupe untersucht.
Es besteht die (allerdings aufwändige) Möglichkeit den Impftiter vor einer erneuten Impfung zu bestimmen.
Als Voraussetzung zur Teilnahme an Hundetreffen oder Hundeausbildung wird oft eine Mehrfachimpfung verlangt.
Homöopthen empfehlen bei Impfungen Thuja D 30 eine Gabe (z.B. 10 Globuli / gibt es rezeptfrei in der Apotheke ) eine Stunde vor- und nachher zu geben.
Tollwut-Impfung
Von einigen Züchtern wird empfohlen die Tollwutimpfung erst nach dem Zahnwechsel durchführen zu lassen. Bei den heute verwendeten Impfstoffen besteht dazu aber keine Notwendigkeit mehr. Sollte Ihr Hund jemanden beißen und der Geschädigte besteht auf einer Untersuchung wegen Tollwutverdachtes und Sie können keinen Impfschutz nachweisen, sind Sie verpflichtet den Hund einschläfern zu lassen, weil eine Tollwuterkrankung nur am toten Tier festgestellt werden kann. Vor einigen Jahren wurde ein an Tollwut erkrankter Hund aus der Türkei nach Düsseldorf importiert und bei Bekanntwerden dieses Falles mussten, nach Ausbruch einer Massenhysterie, drei gesunde Hunde ihr Leben lassen, weil sie zugeschnappt hatten und nicht geimpft waren.
Es gibt auch viele Sperrbezirke für Wildtollwut und gegen einen geimpften Hund können die freundlichen Herren im grünen Rock nichts unternehmen.
Virushustenimpfung
Virushusten wird durch eine Vielzahl von Erregern ausgelöst. Stellen Sie sich die Impfung wie die Grippeimpfung vor. Der Hund kann trotz erfolgter Impfung erkranken, aber der Organismus hat einen ähnlichen Erreger schon kennengelernt und kann dadurch besser mit der Erkrankung fertig werden und die Erkrankung verläuft sehr viel milder. Trotz des nicht vollständigen Schutzes ist eine Impfung gegen Virushusten unverzichtbar, weil eine Virushusteninfektion zu Dauerschäden (z. B. eingeschränkte Lungenfunktion) und im Einzelfall auch zum Tod des Hundes führen kann.
Für die Behandlungskosten einer Virushusteninfektion können Sie Ihren Hund mindestens 10 Jahre vorbeugend impfen lassen. Virushusten ist hochgradig ansteckend und grassiert meist sofort in ganzen Kreisgebieten. Ein nicht behandelter Hund, der keine Krankheitssymptome zeigt, scheidet 14 Wochen !!! nach der Erstinfektion die meisten Erreger aus. Es gibt eine Nasalimpfung (ein Impfstoff - z.B. Intrac - wird durch die Nasenlöcher geimpft) die zweimal im Jahr durchgeführt werden soll und ergänzend dazu eine Impfung, die mit der jährlichen SHLP Impfung kombiniert wird.
Viele Hundevereine und / oder Hundeschulen bieten kostengünstige Impftermine an.
Unter den ersten drei Links finden sich Informationen die sich kritisch mit dem Thema Impfen auf Deutsch auseinandersetzen. Der letzte Link beinhaltet Informationen zum Thema Impfen auf Englisch:
www.gesundehunde.com/impf/impfframe.htm
www.barfers.de/impf/impfhunde.htm
www.fibrosarkom.de
www.api4animals.org
Gelegentlich wird eine sogenannte Zeckenimpfung ( Borreliose Impfung ) empfohlen.
Zur Zeit ist diese Impfung nicht empfehlenswert, weil im Gegensatz zur USA (von dort kommt der Impfstoff) es mehrere Borreliose-Erreger in Deutschland gibt und nur gegen den absolut seltensten Erreger wird geimpft.
Sollten Sie sich doch für eine Impfung entscheiden , muss der Tierarzt vorher einen Bluttest machen, bzw. der Hund darf vorher keinen Zeckenbiss gehabt haben, sonst besteht die Gefahr einer Erkrankung.
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